PNG vs. JPG vs. WebP: Welches Bildformat sollten Sie verwenden?

Von Pedro Rodrigues · Zuletzt aktualisiert am

Kurz gesagt: Speichern Sie Fotos als JPG, wenn sie sich überall öffnen lassen sollen, oder als WebP, wenn sie auf eine Website kommen. Behalten Sie Screenshots, Logos und alles mit transparentem Hintergrund als PNG oder nehmen Sie WebP fürs Web. WebP ist meist das kleinste der drei Formate, aber nicht in jedem Fall, wie die Messungen unten zeigen.

Was jedes Format kann
FormatKompressionTransparenzAnimationIdeal fürUnterstützung
PNGverlustfreiJaSelten (APNG)Screenshots, Logos, BearbeitungFast überall
JPGverlustbehaftetNeinNeinFotos zum Teilen oder DruckenÜberall
WebPverlustbehaftet oder verlustfreiJaJaJedes Bild auf einer WebsiteAlle aktuellen Browser; manche Apps

Ist WebP besser als JPG?

Für Bilder auf einer Website ist WebP meist die bessere Wahl: Es erzeugt bei ähnlicher Bildqualität in der Regel kleinere Dateien und kann im Gegensatz zu JPG Transparenz speichern. In unserem Test kam ein Landschaftsfoto bei Qualität 85 als WebP auf 538 KB und als JPG auf 638 KB. Noch größer war der Abstand bei einem Screenshot dieser Website: Das WebP wog 49 KB, das JPG dagegen 85 KB.

Kleiner ist WebP allerdings nicht in jedem Fall. Bei Qualität 95 war dasselbe Foto als WebP 870 KB und als JPG 849 KB groß; bei sehr hohen Einstellungen kann der Vorteil also verschwinden. Bei der Kompatibilität liegt JPG ebenfalls vorn: Jedes Gerät, jedes Bildprogramm und jedes Upload-Formular versteht es, während manche älteren Apps, E-Mail-Programme und Druckdienste WebP noch ablehnen. Verwenden Sie WebP für Webseiten und JPG für Dateien, die Sie an andere Menschen schicken. So bekommen Ihre Besucher schnelle Seiten, und Ihre Empfänger können jede Datei öffnen.

PNG vs. JPG: Was sollte ich nehmen?

Nehmen Sie JPG für Fotografien und PNG für Screenshots, Logos, Diagramme und alles mit Text oder transparentem Hintergrund. Der Unterschied liegt in der Art der Kompression. PNG ist verlustfrei und gibt jedes Pixel exakt wieder; JPG ist verlustbehaftet und nähert feine Details so an, dass es zu den weichen Verläufen eines Fotos passt.

Unsere Messungen zeigen, warum die Wahl wichtig ist. Ein Landschaftsfoto belegte als PNG 4,8 MB und als JPG mit Qualität 85 nur 638 KB, eine Ersparnis von 87 %. Ein Screenshot verhielt sich umgekehrt: 78 KB als PNG, aber 85 KB als JPG, weil JPG Bytes an scharfe Kanten und einfarbige Flächen verschwendet und kleinen Text verwischt. Mischt ein Bild beides, etwa ein Foto mit Bildunterschrift, ist ein JPG mit hoher Qualitätsstufe meist ein vernünftiger Kompromiss. Im Zweifel probieren Sie beide Formate aus und vergleichen die Vorschauen direkt im Konverter.

Welches Format ergibt die kleinste Datei?

In unseren Tests erzeugte WebP bei Qualität 85 für jede Art von Bild die kleinste Datei, doch der zweite Platz hing vom Bild ab. Beim Landschaftsfoto kam WebP auf 538 KB, JPG auf 638 KB und das verlustfreie PNG auf 4,8 MB. Beim Website-Screenshot kam WebP auf 49 KB, das Original-PNG auf 78 KB und JPG auf 85 KB – hier schlug PNG also JPG.

Das transparente Logo zeigte dasselbe Muster: 25 KB als WebP, 27 KB als JPG und 224 KB als PNG, wobei das JPG obendrein seinen transparenten Hintergrund verlor. Die Dateigröße hängt außerdem stark von der Qualitätsstufe ab: Als JPG reichte das Foto von 311 KB bei Qualität 50 bis 849 KB bei Qualität 95. Wählen Sie also zuerst das Format passend zur Art des Bildes und stimmen Sie danach die Qualität ab. So vermeiden Sie, ein Foto als schweres PNG oder einen Screenshot als unscharfes JPG zu speichern.

Verbessert die Umwandlung von JPG in PNG die Qualität?

Nein. Die Umwandlung eines JPGs in PNG kann keine Details zurückholen, die die JPG-Kompression bereits entfernt hat; das PNG ist eine exakte Kopie des JPGs, wie es ist, Artefakte inklusive. Was sich ändert, ist die Dateigröße, und zwar nicht zum Besseren: Unser Testfoto, eine JPG-Kopie des Original-PNGs mit Qualität 92, wuchs als PNG von 750 KB auf 4,8 MB.

Einen guten Grund gibt es trotzdem. Ein PNG verliert beim erneuten Speichern nichts, während ein JPG bei jedem Bearbeiten und Speichern etwas mehr Detail einbüßt. Wenn Sie ein Bild über mehrere Sitzungen retuschieren, beschriften oder zuschneiden, verhindert eine vorherige Umwandlung in PNG, dass sich der Schaden summiert. Wenn Sie fertig sind, exportieren Sie zum Teilen ein endgültiges JPG oder WebP. Dieselbe Logik gilt für WebP: Die Umwandlung in PNG bewahrt es exakt so, wie es ist, macht es aber nie schärfer.

Welche Formate unterstützen Transparenz?

PNG und WebP unterstützen beide Transparenz, einschließlich weicher, halbtransparenter Kanten; JPG unterstützt sie überhaupt nicht. Deshalb ist PNG die klassische Wahl für Logos, Icons und freigestellte Bilder und WebP eine kleinere Alternative für dieselben Bilder auf einer Website. Unser transparentes Testlogo behielt als WebP mit 25 KB seinen Hintergrund, verglichen mit 224 KB als PNG.

Wird ein Bild mit Transparenz in JPG umgewandelt, muss jedes transparente Pixel eine feste Farbe bekommen. Diese Website füllt solche Bereiche mit Weiß; das sieht auf den meisten Seiten und Dokumenten richtig aus, hinterlässt auf farbigen Hintergründen aber ein sichtbares weißes Rechteck. Wenn Ihnen das passiert, wandeln Sie stattdessen in PNG oder WebP um. Umgekehrt macht die Umwandlung eines JPGs in PNG oder WebP dessen Hintergrund nicht transparent; dafür müssen Sie den Hintergrund zuerst in einem Bildeditor entfernen.

Welches Format funktioniert überall?

JPG ist das kompatibelste Bildformat: Jedes Smartphone, jeder Computer, jeder Browser, jedes Bildprogramm, jeder Drucker und jedes Upload-Formular kann es öffnen. PNG folgt knapp dahinter und wird ebenfalls fast überall akzeptiert, abgesehen von einzelnen Fotodiensten, die auf JPG bestehen. WebP ist das jüngste der drei Formate, und außerhalb von Webbrowsern holt die Unterstützung noch auf.

Alle aktuellen Browser zeigen WebP an, und viele Websites liefern ihre Bilder in diesem Format aus; deshalb kommen Bilder, die Sie aus dem Web speichern, oft als .webp-Dateien an. Manche Desktop-Programme, ältere Office-Versionen, E-Mail-Programme und Online-Formulare können sie aber noch nicht öffnen. Eine praktische Faustregel: Verwenden Sie WebP für Bilder, die Sie auf Ihrer eigenen Website veröffentlichen, und JPG oder PNG für Dateien, die Sie per E-Mail verschicken, anderswo hochladen oder drucken lassen. Wenn jemand ein WebP, das Sie geschickt haben, nicht öffnen kann, ist die Umwandlung in JPG oder PNG in wenigen Sekunden erledigt.

Und was ist mit AVIF und HEIC?

AVIF und HEIC sind neuere Formate, die Bilder noch effizienter komprimieren können als WebP, doch keines von beiden wird im Alltag so breit unterstützt. HEIC ist das Format, in dem viele iPhones Fotos speichern; auf Apple-Geräten lässt es sich problemlos öffnen, anderswo muss es aber oft umgewandelt werden. AVIF wird zunehmend auf Websites eingesetzt, und aktuelle Browser zeigen es an.

Diese Website beschränkt sich auf PNG, JPG und WebP, weil Browser genau diese Formate zuverlässig selbst erzeugen können; nur so kann jede Umwandlung auf Ihrem Gerät laufen, ohne etwas hochzuladen. AVIF- oder HEIC-Dateien im Browser zu erstellen, würde zusätzliche Software erfordern, und die Unterstützung unterscheidet sich zwischen Browsern und Apps noch stark. Für die meisten Menschen holt WebP bereits den Großteil der Größenvorteile dieser neueren Formate heraus und lässt sich an weit mehr Orten öffnen. Damit bleibt es heute die praktische Wahl für Bilder im Web.

So haben wir gemessen

Alle Größen auf dieser Seite stammen vom Konverter dieser Website selbst, ausgeführt in Chromium 156.0.8078.4 am 2026-10-23. Wir haben drei Testbilder verwendet: ein Landschaftsfoto (ein CC0-Bild von Bernard Gagnon aus Wikimedia Commons), einen Screenshot dieser Website und ein Logo mit transparentem Hintergrund; die letzten beiden haben wir selbst erstellt. Jedes lag zunächst als verlustfreies PNG vor und wurde mit Qualität 50, 75, 85 und 95 in jedes Format umgewandelt. Für die JPG- und WebP-Ausgangsdateien haben wir jedes PNG zuerst mit Qualität 92 gespeichert; eine JPG- oder WebP-Quelle ist also eine kleinere Kopie des Original-PNGs. Andere Browser, andere Bilder und andere Konverter liefern andere Zahlen, verstehen Sie sie daher als Beispiele, nicht als Regeln.

Dateigröße unseres Landschaftsfotos in jedem FormatPNG (verlustfrei): 4,8 MB. JPG bei Qualität 85: 638 KB. WebP bei Qualität 85: 538 KB.PNG (verlustfrei)4,8 MBJPG bei Qualität 85638 KBWebP bei Qualität 85538 KB
Unser Landschaftsfoto (Original-PNG, 1920 × 1280 Pixel), umgewandelt mit Qualität 85 in Chromium 156.0.8078.4 am 2026-10-23.
Gemessene Dateigrößen, umgewandelt aus verlustfreien PNG-Originalen
Bild und FormatVerlustfreiQualität 50Qualität 75Qualität 85Qualität 95
Landschaftsfoto als PNG4,8 MB————
Landschaftsfoto als JPG—311 KB511 KB638 KB849 KB
Landschaftsfoto als WebP—295 KB380 KB538 KB870 KB
Website-Screenshot als PNG78 KB————
Website-Screenshot als JPG—54 KB71 KB85 KB113 KB
Website-Screenshot als WebP—36 KB41 KB49 KB64 KB
Transparentes Logo als PNG224 KB————
Transparentes Logo als JPG—15 KB21 KB27 KB46 KB
Transparentes Logo als WebP—19 KB21 KB25 KB33 KB

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